Der
ADAC Motorclub Kamp-Lintfort trauert um Heinz-Josef Hausmann
Heinz-Josef Hausmann verstarb nach schwerer Krankheit am
Dienstag, 10. Oktober im Alter von 60 Jahren. Der gebürtige
Rheinberger war das dienstälteste Vorstandsmitglied des ADAC
Motorclubs, für den er sich über 40 Jahre intensiv und
erfolgreich engagierte. Bei seiner Arbeit für den Sport hatte
"Jupp", wie ihn alle nannten, nie das eigene sondern
stets das Wohl des gesamten Vereins und die Förderung des
Motorsports im Sinn. In seinem Engagement wurde Jupp Hausmann
mit allen Kräften von seiner Ehefrau Ruth, seiner Tochter
Sandra und seinem Sohn Joe unterstützt.
Jupp verbrachte seine Jugendzeit in
Kamp-Lintfort. So war es auch kein Wunder, dass er sich als
motorsportinteressierter junger Mann für die Moto-Cross-Rennen
am 1. Mai und das Geschehen am Eyller Berg interessierte.
Folglich stieß er 1965 zu der Gruppe um Paul Heiermann, dem
Erbauer des Eyller-Berg-Kurses. Jupp war ein Mann der Tat und
wurde schnell in die Mannschaft integriert, die in der damaligen
Zeit das Renngelände vor dem 1. Mai in purer Handarbeit für
das große Ereignis präparierten. Viele technische Hilfsmittel
fehlten damals - so wurden z. B. die vielen Bahnschwellen für
die Streckenbegrenzung nur mit Manneskraft um den halben Eyller
Berg geschleppt.
Auch nach dem Umzug nach Rheinhausen
blieb Jupp Hausmann seinem Motorclub treu und sorgte durch seine
jahrzehntelange Arbeit mit dafür, dass der einzigartige
Charakter der Bahn über 50 Jahre erhalten wurde und so auch
heute noch die alljährliche Traditionsveranstaltung auf dem
Eyller-Berg-Kurs das größte Motorsportereignis am Niederrhein
ist.
Die Vorstandsarbeit blieb dem Praktiker ebenfalls nicht
fremd. Als er 1969 gebeten wurde, zögerte er nicht, und
bekleidete für zwei Jahre den Posten des 2. Vorsitzenden. Aber
auch bei der Unterstützung des Motorsports in anderen Vereinen
war Jupp zu Stelle. So war er mit dem gesamten Kamp-Lintforter
Club in früheren Jahren beim 24-Stunden-Rennen am Nürburgring
für die Streckensicherung am "Schwalbenschwanz"
verantwortlich.
Beim Beisitzer des ADAC Motorclubs
Kamp-Lintfort, der beruflich mit der Instandhaltung von
Hüttenwerken einen harten Arbeitsalltag hatte, war immer noch
genügend Motivation vorhanden, seine Fachkompetenz in den
Dienst des Vereins zu stellen und dazu auch noch regelmäßig
einen Teil des Urlaubs zu opfern.
In einem von der Lineg
stillgelegten Pumpenhaus neben der Rennstrecke hatte der
Handwerker ein Lager und eine kleine Werkstatt eingerichtet.
Hier war sein Reich - wo er das Material und die Geräte des
Bahnbauteams verwaltet und repariert hatte. Nachdem vor einigen
Jahren das alte Pumpenhaus wegen einer Renaturierungsmaßnahme
abgerissen wurde, lies es Jupp Hausmann mit der handwerklichen
Arbeit etwas ruhiger angehen.
Bei den Rennen der letzten Jahre
war er für die Organisation des Vorstarts zuständig. (Hier im
Bild gemeinsam mit Erwin Unshelm am 1. Mai 2005)
Zudem
bewirtschaftete er gemeinsam mit seiner Frau Ruth den Clubraum
im Terhardtshof bei den Clubabenden, Feiern und
Vorstandssitzungen.
Eine öffentliche Anerkennung des besonderen
ehrenamtlichen Engagements von Jupp Hausmann für den ADAC
Motorclub gab es im Jahr 2000 mit einer Auszeichnung durch die
Stadt Kamp-Lintfort.
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