Freestyleshow
mit neuen Höhepunkten
Mit der Freestyleshow bietet der ADAC
Motorclub Kamp-Lintfort am 30. April und am 1. Mai im Rahmen des
internationalen Motocross wieder ein zusätzliches Highlight.
"Kiss of Death", "Soulwhip",
"Lazyboy", "Hartattack" oder "One handed
Superman": Dies sind die Namen einiger Tricks aus dem Programm eines
gestandenen Freestylers.
Mit dem Moto-Crosser bei 60 Sachen auf eine
2,60 Meter hohe Stahlrampe zuschießen, dann volles Rohr acht Meter hoch
in den Himmel Luft fliegen und den Kotflügel küssen, das ist Freestyle
Moto-Cross, kurz FMX. Nach 20 oder 30 Metern die Landung - freihändig.
Beim FMX-Profi heißt die eben beschriebene Übung anders: "Kiss of
Death" mit abschließendem "No Hand Landing". Und meist
nimmt die Turnerei auch ein glückliches Ende: Die Massen toben,
Punktrichter geben Noten, und Geld gibt's auch. FMX ist eine
Trendsportart. Bei einer Show wie in Kamp-Lintfort geht es aber ohne
Wertung ab, so dass die Springer sich voll der Unterhaltung des Publikums
widmen können.
Busty Wolter
In den 80er Jahren kamen bei den Supercross
in USA und später auch in Europa die sogenannten "Super-Jumps"
als Pausenfüller in Mode: Wer hoch und spektakulär durch die Luft sprang
und dabei möglichst verrückt auf, über oder neben dem Motorrad hing,
der konnte sein Preisgeld noch erheblich aufbessern.
Nach kurzer Zeit vermischte sich dieses
Motorsport-Kuriosum mit der aggressiven und einfallsreichen Trick-Kultur
der jugendlichen BMX-Szene. In Amerika entstanden erste reine
Freestyle-Wettbewerbe, später zogen auch die Franzosen nach. Mittlerweile
schwappt die Welle nach Deutschland.
Auf
der Motocross-Strecke in Grevenbroich existiert mittlerweile eine feste
Sprunganlage, auf der auch Georg Schran, Nachwuchsfreestyler vom
Niederrhein mit seinen Freunden den großen Vorbildern nacheifert und hart
trainiert. Die Jungs haben im letzten Jahr schon große Fortschritte
gemacht und werden als "Vorgruppe" am Freitag Abend ab 17:30 Uhr
ihr Können bei einem "Freestyle-Warm-Up" zeigen können. Auch
der Jüngste der Gruppe, der erst 15-jährige Holländer Leroy Widmann,
ist erst knapp ein Jahr dabei und zeigt schon dolle Sachen. Sein Papa
findet das ganz prima, aber die Mama hatte anfangs doch arge Bedenken um
ihren Sprössling, der schon von Kindesbeinen an mit allen möglichen
Vehikeln über irgendwelche Hindernisse sprang.
Georg Schran der Leiter der
Hobbygruppe beim Training
nach Feierabend auf der Sprunganlage in Grevenbroich
Dass
die Zuschauer nicht nur über die Namen staunen sondern auch über die
entsprechenden Flugeinlagen, dafür hat Jörg Kamps, 2. Vorsitzender des
Motorclubs, ein vierköpfiges hochkarätiges Springerteam
zusammengestellt. Angeführt wird die wilde Truppe vom derzeit absolut
besten deutschen Springer Busty "Airwastl" Wolter, der 2003 bei
den Worldgames in der Arena Oberhausen einen exzellenten 3. Rang belegte
und in diesem Jahr schon Wettkämpfe in Israel und der Schweiz gewonnen
hat. Der Belgier Jimmy Verburgh begeisterte schon in den letzten beiden
Jahren das Rennpublikum und darf natürlich in diesem Jahr nicht fehlen.
Erstmals mit von der Partie der Supercross-Experte Lucas Weis, der schon
einige starke Auftritte beim alljährlichen ADAC Supercross in der
Dortmunder Westfalenhalle hatte.
LeroyWidmann. Der erst 15-jährige
Jung-Freestyler beim
Training auf der Sprunganlage in Grevenbroich
William
van den Putte kommt als Ersatzmann für den Neuseeländer Nick Franklin,
der sich vor zwei Wochen ein Bein brach. Der belgische Ersatzmann ist aber
ebenfalls ein echter Könner. Der junge Flame fährt beim Motocross in der
EM erfolgreich und war auch der erste Belgier, der mit seiner
Freestyle-Maschine einen Backflip (Überschlag) riskiert hat. Die beiden
Belgier haben versprochen eine spezielle Rampe mit nach Kamp-Lintfort zu
bringen, die für diese Extremsprünge ausgelegt ist. Und wenn die
äußeren Bedingungen es zulassen wird William van den Putte den Backflip
versuchen, der bisher nur von wenigen Springern gezeigt wird.
Verburgh/Holvoet: Szene aus dem Jahr 2003. Die beiden Belgier
Jimmy Verburgh (hinten) und Axel Holfoet beim Verfolgungsspringen.
Die dritte Auflage dieses Spektakels wurde
nur dank eines Sponsorings durch die Firma UFP aus Kamp-Lintfort möglich.
Martin Ziegler, Chef des deutschlandweit agierenden Vertriebsunternehmens
und Anlieger der Rennstrecke war von der Show im vergangenen Jahr so
begeistert, dass er seinen Geschäftspartner HP Invent erneut motiviert
hat, dieses besondere Ereignis ein weiteres Mal gemeinsam zu sponsern.
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