| Mit der
Verhinderung von MotoWorld wird Chance für den Sportstättenbau
leichtfertig vertan!
Schluss mit der Blockade-Politik Alle Motorsporttreibenden und Motorsportfreunde im "Wir4-Städteverbund" und auch in den umliegenden Städten und Gemeinden sehen in der Planung der MotoWorld die große Chance, eine universelle Sportstätte für das ganze Spektrum des Motorsports zu schaffen. Dies gilt besonders für Disziplinen wie Motocross, Enduro, Trial, Supermoto, Gokart oder Autoslalom, die relativ preiswert sind und deshalb auch von Durchschnittsverdienern betrieben werden. In unserer Region gibt es allein im Off-Road-Sport für Motorräder (Motocross, Enduro, Trial) eine Anzahl von ca. 400 Sportlern, mit einem großen Entwicklungspotential bei Vorhandensein einer geeigneten Sportstätte. Besonders den vielen Jugendlichen, die bereits aktiv sind und zum Training nach Holland, Grevenbroich, Kerpen oder noch weiter fahren, ist eine geeignete Übungsmöglichkeit zu wünschen.
So wird ein Feindbild aufgebaut mit dem die Gegner des Sportstättenbaus auch nicht betroffene gutgläubige Menschen motivieren, sich für den vermeintlichen Umweltschutz in eine Liste einzutragen und so vor den Karren individueller Interessen spannen zu lassen. Die Protagonisten des Widerstands sollten mal ihre Nase an den Auspuff des eigenen Wagens oder eines LKW halten: Das riecht auch nicht nach Obstblüten! Die Hauptsorge der Beschwerdeführer ist doch eher ein vermuteter Wertverlust ihrer Immobilien. Bereits vor Jahren bei der Planung des Landschaftsparks Niederrhein ist zum Thema MotorSPORT eine Stellungnahme der Sporthochschule Köln eingeholt worden, die zumindest den Kommunalpolitikern bekannt ist. Hier wird in einer wissenschaftlich begründeten Empfehlung ganz klar der soziokulturelle und sozialpädagogische Nutzen eines Motorsportparks in unserer Region herausgestellt. Es wird sogar angeregt auch andere Freiluftsportarten in einen solchen Park zu integrieren, wie z. B. BMX, Mountainbike oder Biketrial. Denkbar wäre auch die Ausübung anderer Sportarten wie Polo, die dann gleich eine Infrastruktur für die anrückenden Zuschauermassen hätten. Man braucht auch nicht unbedingt Wissenschaftler zu sein, um zu erkennen, dass unsere menschliche Gesellschaft durch komplexe Erscheinungsformen und Zusammenhänge charakterisiert ist. So ist es doch durchaus einsichtig, dass nicht jeder Mensch die Voraussetzungen zum Polo- oder Golfspielen mitbringt oder auch nicht jeder am Federballspielen gefallen findet. Kinder, Jugendliche und auch junge Erwachsene lernen bei einer Sportart wie Motocross, dass es nicht darauf ankommt sich in den Sattel zu schwingen und einfach Gas zu geben. Spätestens nach dem ersten Rennen ist klar, dass es sich um wirklichen Leistungssport handelt und in einem sportlichen Wettkampf nur der bestehen kann, der körperlich absolut fit ist und sein Sportgerät sachgemäß und akribisch vorbereitet. Die jungen Sportler lernen in Theorie und Praxis mit moderner Technik umzugehen, um den Motor und das Fahrwerk optimal auf die jeweiligen Einsatzbedingungen abzustimmen. Selbstverständlich steht, wie in jeder anderen Sportart, die Einhaltung der Regularien auf dem "Lehrplan". Auch lernt der MotorSPORTLER für ein Ziel hart zu arbeiten und um den Erfolg zu kämpfen aber auch mit Enttäuschungen und Niederlagen umzugehen. Das alles ist den Gegnern eines Motorsportparks und der Partei der Grünen egal. Hauptsache die eigenen Interessen werden befriedigt und beim Wahlvolk hat man "Erfolge" in der Umweltpolitik vorzuweisen. Dass MotorSPORT genau so toleriert und gefördert werden soll, wie andere Sportarten, ist für diese Bürger und Politiker nicht denkbar. Die Freien Demokraten sind so frei, dass sie jede Woche etwas anderes sagen und hängen ihr Fähnchen in den Wind. Was sie wirklich denken ist auch egal, Hauptsache sie sind bei der Postenverteilung mit dabei. Dass zehntausende Menschen jeden Winter hunderte Kilometer mit dem Auto zurücklegen um sich mit einem Lift (der übrigens nicht mit Alpenmilch betrieben wird) auf verschneite Berge oder Gletscher ziehen lassen und anschließend wieder zu Tal sausen, findet kaum jemand bedenklich. Das macht ja allen Spaß und es wird Geld verdient. Auch Reitersleut‘ kommen nicht hoch zu Ross zum Turnier sondern mit dem Transporter oder fliegen mit ihrem "Sportgerät" durch die Welt; ebenso die Läufer, Fußballer und, und ... und auch jede Woche die hunderttausenden Fans. Konsens besteht auch darüber, dass es echt cool ist, bei Plustemperaturen auf Eis zu laufen, auf Kunstschnee in Hallen am Niederrhein Ski zu fahren, Ski-Langlauf in der Düsseldorfer Altstadt oder Biathlon Auf Schalke zu veranstalten. Auch Bob- und Rodelbahnen auf Kunsteis oder Tunnel zum Skilauftraining im Sommer sind eine ganz tolle und förderungswürdige Sache: Da kann Gold für Deutschland geholt werden. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass sich unter Umweltschutzaspekten über den Sinn oder Unsinn fast jeder sportlichen Betätigung streiten lässt. Ganz zu schweigen, wenn es um Kultur und Brauchtum geht. Dann ist Lärm und Energieverbrauch überhaupt kein Thema. Jede Karussellfahrt dient ja einem guten Zweck und wird schließlich bezahlt. Was ist denn mit des Deutschen Reiselust? Cityhopping für 29 Euro. Zum Shopping mal eben nach Mailand, in die Galerie nach Paris und ab übers Weekend zum Saturday Night Fever nach Spanien, um sich in der Disco bei dröhnender Musik zu entspannen. Da wird gleich tonnenweise das Kerosin verblasen und die Abgase direkt in die Stratosphäre entlassen. Auch alles für einen guten Zweck. Ganz normal ist auch, dass in unserem Land sich kaum noch Autos verkaufen lassen, die weniger als 100 PS haben, die Personenwagen immer schwerer werden (teilweise über zwei Tonnen) und auch kaum unter einem Verbauch von 8 Litern bewegen lassen. In Deutschland werden so jedes Jahr Milliarden Liter Kraftstoff verbraucht. Das alles ist zeitgemäß. Nicht zeitgemäß ist es nach Meinung der Motorsportgegner, wenn beispielsweise ein Motocrosser bei der Ausübung seines Sports drei bis fünf Liter handelsüblichen normal versteuerten Sprit "vergurkt", dessen Verbrennungsrückstände nicht mehr und weniger CO2 enthalten als Autoabgase oder die Abgase, die dem Auspuff eines Sportflugzeugs oder eines Rasenmähers entfleuchen. Dann ist sofort die Rede von unerträglicher Umweltbelastung und Verschwendung von Ressourcen, die unsere Enkel doch so dringend benötigen. Was Umweltschützer vielleicht nicht wissen: Verbrennungsmotoren lassen sich auch mit Alkohol (Ethanol/Methanol) betreiben, der aus Biomasse gewonnen werden kann. Diese Antriebstechnik hat beim Speedway und Sandbahnsport schon eine lange Tradition. Zum Thema Emissionen, und dazu gehört auch Lärm, gibt es Gesetze und Vorschriften, die regeln, was toleriert wird und was verboten ist. Diese Regeln gelten auch für eine Motorsporteinrichtung. Die Gegner haben doch selbst den Beweis erbracht, in dem sie einen Dragster und eine "Rennmaschine" mit Vollgas in Gang setzen ließen und trotz fehlender Lärmschutzeinrichtungen niemand der Anwesenden etwas gehört hat. Solche Tatsachen sind den Beschwerdeführern noch nicht einmal peinlich und Vorschriften interessieren sie nur dann, wenn sie den eigenen Intentionen hilfreich sind. Anschließend wird auf Transparenten verkündet: "Tinitus, Hörsturz und Migräne" durch MotoWorld. Wenn diese These stimmt, müssten alle Motorsportler, bis auf einige lärmresistente, die Hauptbetroffenen sein. Diese Erkrankungen können durch extremen Lärm verursacht werden. Doch viel häufiger leiden Menschen in der heutigen Zeit unter Mobbing und Stress durch ständige Überforderung im Beruf, in der Schule und in der Gesellschaft, die nicht nur psychische Folgen haben. Auch das wissen die Gegner des Sportstättenbaus. Der Bau eines Motorsportparks setzt die Erstellung eines Gutachtens voraus, in dem festgelegt wird, in welchem Umfang Lärmschutzmaßnahmen zu treffen sind. Diese hätten sogar den Vorteil, dass die Geräusche von der A 57, die Tag und Nacht, 7 Tage in der Woche die Anlieger belästigen, gemildert würden. Zur Geräuschemission von Rennfahrzeugen ist besonders darauf hinzuweisen, dass in fast allen Motorsportdisziplinen ein Schalldämpfer obligatorisch ist und bei jedem Rennen die Einhaltung der Grenzwerte mit einem Messgerät geprüft wird. Eine Ausnahme ist die Formel I, die mit offenen Rohren fährt. Ob Dragsterfahrer die typischen MotorSPORTLER sind, darüber kann man geteilter Meinung sein. Der Befürchtung, dass bei den hohen Sprüngen der Motocrosser der Lärmschutz unwirksam wird, ist zu widersprechen. Die Beschleunigungsphase, in der Gas gegeben wird, liegt vor dem Absprung. Es macht doch keinen Sinn während der Flugphase am Gasgriff zu drehen und den Motor hochdrehen zu lassen, wenn das Hinterrad keinen Bodenkontakt hat. Behauptet wird, eine Sportstätte auf einer Industriebrache, die erst für deren Bau rekultiviert und renaturiert werden muss, zerstört die Landschaft und für Flora und Fauna bleibt kein Lebensraum. Schon heute existieren trotz Autobahn, Aufschüttungsbetrieb und Kiesbaggerei Bereiche, in denen die Natur ihren Bestand hat. Auch in und um viele Rennstrecken hat die Natur ihren Raum, wie auf der Rennstrecke am Eyller Berg in Kamp-Lintfort. Hier ist es auch nach über 50 Jahren Motocross noch nicht zu einer Umweltkatastrophe gekommen. Das gleiche gilt auch für Rennstrecken, die regelmäßig über das ganze Jahr genutzt werden, wie die in Hürtgenwald im Naturpark Nordeifel. Hiervon wollen Projektgegner, Beamte und Politiker auch nichts hören und sehen, denn sie wissen schon bestens Bescheid. Die logische Folge: Diskussionen werden nicht mehr geführt, Besichtigungstermine abgesagt und laufende Antragsverfahren gestoppt. Ob ein Projekt in dieser Größenordnung sich wirtschaftlich trägt und viele Arbeitsplätze schafft, dass wissen die Gegner und die Chefin der Moerser Grünen, Maren Schmidt, zum Glück schon vorher ganz genau. Es wird nur "ein paar Jobs für Kartenabreißer geben" und alles ist sowieso zum Scheitern verurteilt. Unternehmerische Kompetenz sollte man dem Investor Harry Maessen doch nicht absprechen, denn er hat mit anderen Projekten, auch außerhalb des Motorsports, das Gegenteil bewiesen und Geld verdient. Wenn er dieses Risiko eingeht und bei uns auf mit Bergematerial verfüllten Gelände Geld investiert und nebenbei für das Land, den Kreis und die Städte kostenlos eine Sporteinrichtung von überregionaler Bedeutung schafft, ist es doch rational nicht zu erklären, dieses Angebot auszuschlagen. Herr Maessen hat bereits Geld und Arbeit in das Projekt gesteckt – sicher nicht, um noch mehr Geld zu verlieren. Nach der erfolgreichen Wahl und Postenverteilung ist die Politik noch nicht einmal mehr bereit sich mit Argumenten, Tatsachen und Zukunftsperspektiven des Projekts auseinander zu setzen. Lieber fallen die Volksvertreter beim geringsten Gegenwind reihenweise um. Wir fordern trotzdem alle Parteien auf, sich an ihr Wort zu halten, die Planungen für MotoWorld nicht zu stoppen und das seinerzeit auch von den Grünen geforderte Umweltgutachten abzuwarten. Fällt dieses positiv aus, gibt es eigentlich keinen Grund das Projekt abzuwürgen, vielmehr müssen dann alle Beteiligten Vollgas geben um das Projekt rasch zu realisieren. Wenn dann wirklich die erste Rennveranstaltung über die Bühne geht und die Menschen auch die umliegenden Städte besuchen, brauchen die Rheinberger nicht mehr so laut jammern, dass in ihrer Stadt nichts los ist. Sie müssen die Fremden nur hereinlassen. |