| Muss
die Motocrossbahn der Südumgehung weichen? |
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| Wenn
es nach dem Willen der Politik geht, wird dieses herrliche Freizeit- und
Rennsportgelände dem Straßenbau zum Opfer fallen – aber keiner weiß
wann?
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| Bericht zum
Thema B 528 aus der "Umgehung ist absolut unsinnig" 18.07.2003 / LOKALAUSGABE / MOERS VERKEHRSPOLITIK / Naturschutzbund reagiert empört auf Einstufung der geplanten Bundesstraße B 528 südlich Kamp-Lintforts als "Straße mit vordringlichem Bedarf". KREIS WESEL. Beim Brückenfest in Wesel kam es raus: Da erläuterte Gunhild Sartingen in ihrer Eigenschaft als Vorsitzende der SPD-Fraktion im Regionalrat die geplanten Einstufungen für den Bundesverkehrswegeplan. Sie sagte, dass auch die Bundesstraße B 528 (südliche Umgehung Kamp-Lintfort) vordringlichen Bedarf hätte. Das wiederum brachte Hannelie Steinhoff, Vorsitzende des Naturschutzbundes (NABU) Kreis Wesel, auf den Plan. Kein Bedarf vorhanden Sie meint: "Die gesamte Umgehung ist absolut unsinnig. Kamp-Lintfort hat in nächster Nähe allein vier Autobahn-Anschlüsse, in regionaler Hinsicht ist also gar kein Bedarf vorhanden, und überregional erfolgt der Güterfernverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und den Niederlanden schon jetzt weitgehend über die A 40." In der Tat habe ein neutrales Verkehrsgutachten ergeben, dass die geplante Umgehung für die Stadt selber keine nennenswerte Fahrzeug-Entlastung bringen werde. "Rund um die Stadt liegen eine Halde, eine Sondermüll-Deponie und eine Kies-Ausbaggerung, daneben befinden sich Altlasten im Boden, das Grundwasser ist zum größten Teil kontaminiert, und im Norden qualmt eine total überdimensionierte Müllverbrennungsanlage", beschreibt Hannelie Steinhoff die augenblickliche Situation rund um die Bergbau-Stadt, "und jetzt wollen sie den Leuten auch noch eines ihrer letzten ökologisch intakten Naherholungsgebiete nehmen." Was sie dabei jedoch zusätzlich noch ärgert: Durch die geplante Straße würde das Gebiet südlich Lintforts in zwei Hälften zerschnitten, und zwar so, dass beide Teile für sich alleine genommen kein vollwertiges Biotop mehr darstellen würden. Um diesem Einspruch aus dem Weg zu gehen, hat man die gesamte Strecke kurzerhand formal in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Die Antwort auf ihr Schreiben kam postwendend von Regionalrätin Sartingen zurück: Der zweite Bauabschnitt der B 528 wurde wegen der ökologischen Belange nicht im vordringlichen Bedarf eingestuft. (hlg).
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| Bericht zum
Thema B 528 aus der RHEINISCHEN POST vom 26. Juli 2003 |
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| Kommentar zum
Thema B 528 aus der Kampf um die
Südumgehung Lange genug hat es ja gedauert, jetzt sind die ersten Anzeichen zu sehen, dass es weiter voran geht: Der erste Brückenkopf für die Fortführung der A 42 auf Kamp-Lintforter Stadtgebiet steht - und zwar an der Nordeutschlandstraße. Das erste Teilstück soll bis zur Friedrich-Heinrich-Allee gehen. Wird auch höchste Zeit, dass das Gewerbegebiet Süd und Dieprahm direkt an den Autobahnzubringer angebunden wird. Jahre, ja fast Jahrzehnte haben die Gewerbetreibenden dort darauf warten müssen. Problematischer wird es dann jedoch mit der weiteren Fortführung der Südumgehung bis zur Bundesstraße B 510. Bereits im Jahr 2000 hatte der Naturschutzbund, Kreisgruppe Wesel, sich an das Bundesverkehrsministerium und an viele andere Behörden gewandt, um auf diese, so der NABU, "unsinnige Planung" aufmerksam zu machen. Die Umweltverbände lehnten dabei den Bau der Südumgehung Lintforts komplett ab. Wie dem auch sei: Was die Südumgehung angeht, so dürfte Lintfort ein "heißer Herbst" bevorstehen, der sich bis zu den Kommunalwahlen hinziehen könnte. Denn so leicht werden die Naturschützer nicht klein beigeben. HEINZ-LEO GARDENIER |
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