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Sie berichtet über
50 Jahre, die es wahrlich in sich hatten.
Nachdem sich kurz nach dem 2. Weltkrieg bereits
ein Vorläufer des heutigen Klubs gebildet
hatte, wurde 1950 der ADAC Motorclub ins Leben
gerufen. Hans Hahnen hieß der erste 1.
Vorsitzende.
Das Interesse der
Öffentlichkeit weckte der Verein erstmals ein
Jahr später, als man den Straßenwettbewerb
"Rund um Friedrich Heinrich" für
Motorräder und Motorräder mit Seitenwagen
veranstaltete. Da Straßenrennen jedoch fortan
an den "riesigen Kosten" scheiterten,
konzentrierten sich Hahnen und Co. auf
Bahnveranstaltungen, wobei zunächst die
Pferderennbahn unterhalb des Klosters Kamp am
29. Juni 1952 Austragungsort eines
Grasbahnrennens war.
Die Bilanz laut
Chronik: rund 6000 Zuschauer, Sonnenschein, zwei
Leichtverletzte. Knapp ein Jahr später war es
dann soweit: Am 1. Mai 1953 fand der 1.
Moto-Cross auf dem bis dahin brachliegenden
Eisenbahngelände am Eyller Berg ging über die
Bühne.
Das Gelände war
zuvor von einem gewissen Paul Heiermann und
seinen Helfern in mühevoller Handarbeit so
gestaltet worden, dass ein in Deutschland
einmaliger, 910 Meter langer Rundkurs mit
Sprunghügeln entstand, der den Bedürfnissen
des rasanten Sports genügte.
49 Fahrer nutzten
damals die Gelegenheit, den 10 000 Zuschauern
ihr Können zu demonstrieren. Die Besucherzahlen
stiegen in den kommenden Jahren stetig an, die
Begeisterung für den Sport war in Kamp-Lintfort
und Umgebung riesengroß. In den 60er Jahren
hatte man durch das immense Interesse genügend
finanzielle Mittel, um die deutsche Elite der
Moto-Cross- und Geländefahrer und auch ausländische
Stars zu verpflichten. So gelang es, über Jahre
hinweg Sport auf höchstem Niveau zu präsentieren
und die Zuschauerzahlen bei 12- bis 15 000 zu
konservieren - und das, trotz des aufkommenden
Fernsehens und zahlreicher neuer Freizeitaktivitäten.
Nachdem die 70er
aus sportlicher Sicht die beste Zeit des Vereins
darstellten, standen die 80er im Zeichen
nachlassenden Zuschauerinteresses und des
Nachdenkens über den Umweltschutz. Wichtige und
umtriebige Macher im Verein damals: Vorsitzender
Wilhelm Bosch und Rennleiter Heinz Teborg. Wenn
am 1. Mai 2001 erneut die schnellen Männer über
die Sprunghügel rasen, ist das vielleicht das
letzte Mal. Auch aufgrund der Trassenplanung für
einen neuen Autobahnzubringer ist der Motorclub
gezwungen, mit Unterstützung der Stadt
Kamp-Lintfort in naher Zukunft für eine
Alternative zur alten Rennstrecke am Eyller Berg
zu sorgen. Als neue Piste nach Gesprächen einer
Arbeitsgruppe im Gespräch: die Halde Rossenray
längs der B 510.
Der heutige 1.
Vorsitzende Hans-Josef Albeck in seinem Grußwort
der Vereinschronik: "Ich wünsche mir, dass
wir auch nach Fortfall unserer beliebten
Rennstrecke durch den Bau der B 528 unsere
Veranstaltung in Zukunft an anderer Stelle hier
in der Stadt austragen können und somit die
Tradition weiter aufrecht erhalten." Der
weitere aktuelle Vorstand des Vereins, der seit
1998 im Klubraum am Terhardtshof eine zentrale
Anlaufstelle für alle Mitglieder und Gäste
besitzt: stellvertretender Vorsitzender Gerd
Bernhardt, Geschäftsführer Rolf Fenger,
Schatzmeister Jörg Kamps, Sportleiter Ralf Janßen.
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