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Motorclub-Veteran Johann Kuhnen
Vor 50 Jahren, als die Stadt Kamp-Lintfort die Stadtrechte erhielt, gründeten einige Motorsportbegeisterte den ADAC Motorclub Kamp-Lintfort. Mit Blick auf das 50-jährige Vereinsjubiläum in diesem Jahr stand deshalb ein Besuch des 1. Vorsitzenden Hans-J. "Jupp" Albeck beim ältesten Mitglied des Vereins, Johann Kuhnen, auf dem Programm.

Der Motorsportfan und Liebhaber alter Motorräder aus Kapellen-Hülshorst hatte bereits ab 1952 am Aufbau des Clubs in verschiedenen Funktionen mitgewirkt. 

Das heute 84-jährige Ehrenmitglied kannte noch alle Vereinsgründer persönlich und kann aus dieser Zeit so manche Anekdote zum Besten geben. So erinnert er sich gern an das erste Rennen des Motorclubs auf der damaligen Pferderennbahn unterhalb der Mauern des Klosters Kamp.

Jupp Albeck, der damals als kleiner Junge die Motorsportveranstaltungen besuchte, nutzte jetzt diese Visite, um interessante und lustige Histörchen aus den Gründertagen zu sammeln, um damit die zum Vereinsjubiläum erscheinende Vereinschronik zu bereichern.

Johann Kuhnen ist bis heute ein echter Motorradnarr geblieben. Schon während seines Berufslebens arbeitete er als Zweiradmechniker in der Motorradwerkstatt van den Berg, damals noch auf der Neustraße in Moers. Im Ruhestand ging es dann aber erst richtig los. Über mehrere Jahrzehnte restaurierte der Pensionär eine Unmenge von alten Motorrädern, für sich selbst und vor allem für Freunde und Bekannte. So wirkte Kuhnen auch bei der Wiederherstellung vieler Maschinen mit, die heute im Moerser Motorradmuseum von Anton Schuth zu bewundern sind.

Die beiden Oldtimer, die noch beim Motorrad-Veteran verblieben sind, eine Zündapp "Elastic" 250-ccm-Zweitakter von Baujahr 1954 und das Horex-"Regina"-Gespann mit 350-ccm-Viertaktmotor, sind noch beide fahrbereit und auch für den Straßenverkehr zugelassen.

"Die Solo-Maschine ist mir allerdings zu wackelig und deshalb setzte ich mich für meine regelmäßigen Ausflugsfahrten lieber auf mein Gespann", gab Kuhnen zu verstehen.

Zünftig wird man im Hause Kuhnen in Kapellen-Hülshorst bereits an der Haustür begrüßt. Auf Anregung von "Opa" Anton Schuth vom Motorradmuseum Moers fertigte ein Kunsthandwerker aus dem Westerwald diese schöne Kachel an.
Johann Kuhnen und Jupp Albeck beim "Benzingespräch" vor den vielen Ehrenpreisen, die der Motorrad-Veteran bei zahlreichen Oldtimertreffen erhielt und seiner Zündapp "Elastic" 250-ccm-Zweitakter von Baujahr 1954
Beschlossene Sache: Johann Kuhnen und Jupp Albeck werden demnächst gemeinsam zu einer Motarrad-Veteranentour auf dem Horex-"Regina"-Gespann mit 350-ccm-Viertaktmotor starten. Wer dann am Gasgriff dreht, steht noch nicht fest.

In den vergangenen Jahren war der Mann mit dem dreirädrigen Gefährt stets ein gern gesehener Ehrengast am Eyller Berg bei den Moto-Cross-Rennen am 1. Mai und er hat die vielen Jahre keine Veranstaltung versäumt. So wird er auch dieses Jahr wieder am Tag der Arbeit seine "Regina" ankicken und sich mit einem sonoren Sound auf den Weg zur Jubiläumsveranstaltung machen.

Die Einladung an den 1. Vorsitzenden steht: Nach dem Rennen, wenn der ganze Stress vorbei ist, wird es eine gemeinsame Veteranen-Tour der Beiden geben.