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Werner Reich – 25 Jahre für den ADAC Motorclub Kamp-Lintfort
Der Mann aus Oermten ist eines der dienstältesten, aktiven Mitglieder des ADAC Motorclubs Kamp-Lintfort. Er kann in diesem Jahr auf eine 25-jährige intensive und erfolgreiche Arbeit für das traditionelle Moto-Cross am 1. Mai zurück blicken. Mindestens genau so wichtig war der Einsatz für die Instandhaltung der Rennstrecke am Eyller Berg – dabei immer den Blick auf die Belange des Umweltschutzes gerichtet. Werner Reich, im "Hauptberuf" Schlosser beim Bergwerk West in Kamp-Lintfort, hatte bei seiner Arbeit für den Sport nie das eigene sondern stets das Wohl des gesamten Vereins und auch die Anliegen der Öffentlichkeit im Blick.

Werner Reich: 25 Jahre bei allen Rennen auf dem Eyller-Berg-Kurs als Ehrenamtlicher dabei und fast immer mit guter Laune
Unter dem damaligen Vorsitzenden Wilhelm Bosch und Rennleiter Heinz Teborg, die in den 70er Jahren Moto-Cross-Geschichte in Deutschland und Europa schrieben, fand Werner Reich im April 1977 den Weg in die Reihen des ADAC Motorclubs 1950 e.V. Kamp-Lintfort. Der Kontakt entstand durch die Oermtener Sportschützen, die sich über viele Jahre für den perfekten Ablauf der größten Motorsportveranstaltung am Niederrhein einsetzten. Bereits vor seinem Engagement beim Motorclub war Reich schon ehrenamtlich bei den Sportschützen als Jugendwart aktiv.

Wilhelm Bosch erkannte rasch die Qualitäten des neuen Mitglieds und nahm ihn als Beisitzer in den Vorstands auf. Über die 25 Jahre hinweg füllte Reich die verschiedensten Positionen aus. Zuerst führte er das Bahnbau-Team. Als es galt, einen Funktionär zu ersetzen, der das Fahrerlager organisiert, hatte das Multitalent auch hier sofort Zugang zu der neuen Aufgabe. So wurde kurzerhand in den Tagen vor dem Rennen am Eyller-Berg-Kurs ein zweiter Wohnsitz installiert, um ständig präsent und einsatzbereit zu sein. An den notwendigen Nachtwachen beteiligte sich der Vater von zwei Söhnen trotz der stressigen Aktivitäten während der Rennvorbereitungen am Tage. Am Renntag ging es dann schon früh morgens um 4 Uhr, als die meisten Bürger sich noch vom Tanz in den Mai erholten, ans Werk, um alle Vorbereitungen für den Ablauf der Veranstaltung zu treffen.

Es folgten Tätigkeiten in der Kassierung, Koordination mit dem THW, den Sicherheitskräften und seinem Co Frank Lingen zur Sicherstellung der Außenabsperrung am Renngelände und auf den angrenzenden Straßen. Wenn einmal das Wetter nicht mitspielte, der Parkplatz und das Fahrerlager mit normalen Verkehrsmitteln unbefahrbar waren, schwang sich Reich auch auf die größten verfügbaren Trecker, um die Gestrandeten wieder auf den rechten Pfad zu bugsieren. Darüber hinaus betreute Reich die Bewirtschaftungsbetriebe an der Rennstrecke. Durch seine kommunikative Art hat kennt Reich viele Menschen. So war es ihm möglich, für den Motocross-Klassiker am Eyller Berg immer wieder Sponsoren zu gewinnen, u.a. die Warsteiner Brauerei oder den Landmaschinenhandel Terhoeven aus Hamb.

Auch bei Problemen, die anscheinend nicht lösbar waren, fand Improvisationskünstler Reich oft noch eine Lösung in letzter Minute. So war er auch an vorderster Front dabei, als der Motorclub mit dem Bau einer in Europa bisher einzigartigen Supercross-Rennstrecke in der "Arena Auf Schalke" beauftragt war. Bei allen Aktivitäten ist der Vollbartträger seinem Markenzeichen, den Holzklogs, treu geblieben. Aber nur mit robusten Holzschuhen allein geht es nicht. Seine Frau Helga hat nicht nur seinen ehrenamtlichen Einsatz toleriert sondern tatkräftig unterstützt.

Besonderen Dank verdient der Einsatz von Reich für die "Aktion saubere Stadt", zu der seit drei Jahren die Stadt Kamp-Lintfort alle Bürger und besonders die Vereine aufruft. Mit einem Trupp von 25 Helfern und in Zusammenarbeit mit Otto Satorius vom NABU wird das Gelände am Eyller Berg einem Frühjahrsputz unterzogen, um alte Kühlschränke, Autoreifen u.ä. zu entfernen, die von wenig einsichtigen Mitbürgern in diesem Landschaftschutzgebiet entsorgt wurden.

Damit diese Leistungen auch gebührend gewürdigt werden, wird der Motorclub Kamp-Lintfort beim ADAC Gau Nordrhein die Verleihung der Ewald-Kroth-Medaille beantragen. Diese höchste Auszeichnung steht Mitgliedern zu, die sich in besonderer Weise im organisatorischen Bereich um den Motorsport verdient gemacht haben.

Beim Bau der größten Supercross-Strecke in der "Arena Auf Schalke" an vorderster Front im Einsatz:Werner Reich, zuverlässiges und einsatzfreudiges Vorstands-Mitglied vom ADAC Motorclub 1950 e.V. Kamp-Lintfort

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